Was war so los im Mai 2018?

Mitte Mai 2018 hat es geklappt, dass wir einen „Agnihotri“ in einem kleinen Ort in Polen (ca. 30km hinter der Grenze) besuchten, um ihn persönlich kennenzulernen, da er für seine Yagnas den Kuhdung von eigenen Rindern selbst herstellt. Der Kontakt zu Tomasz bestand schon etwas länger, aber wir haben gewartet, bis das Wetter einem Ausflug ins Grüne den nötigen Schubs gaben. Und als alle Faktoren passten haben wir es sehr genossen, denn die Weite der dortigen Landschaft ist wohltuend, und wir trafen einen Menschen, der sein Leben in Einklang mit der Natur gestaltet und seinen Hof und alle dort lebenden Wesen mit hingebungsvoller Weisheit und nach biologisch ökonomischen Richtlinien hütet. 

 

Schon vor einer ganzen Weile nahm er Kontakt mit dem Homa-Hof in Heiligenberg auf und schickte eine Brennprobe seines selbst getrockneten Dungs zur Einschätzung. „Etwas zu dick“ war die Rückmeldung, was der Verwendung jedoch keinen Abbruch tut, denn die entscheidenden Faktoren sind unserer Meinung nach alle gegeben: Die Tiere werden absolut korrekt gehalten und gefüttert, sie tragen ihre Hörner und werden stets achtsam behandelt. Und am Ende wird der Dung mit Freude gesammelt und mit Geduld gut durchgetrocknet.

 

Nachdem wir mit Tomasz auf der Wiese bei den Rindern waren („einfach keine Angst zeigen“, für einen Städter ist das ein kleines Abendteuer ;-)) gab er uns einige Stücke Dung mit. Und wieder zurück in Berlin haben wir gleich mal Agnihotra damit durchgeführt. 

 

Fazit: Auch wir können sagen, dass Tomasz den Dung sehr dick zum Trocknen ausgestrichen hat. Doch er brennt, sobald er Feuer gefangen hat, sehr gut und lange, entwickelt ein kräftiges Feuer mit viel Wärme, und auch der Geruch ist für unser Empfinden absolut stimmig. 

 

Die einzige Herausforderung besteht darin, diesen Dung zum Brennen zu bringen. Doch auch solch „schwierige“ Voraussetzungen lassen sich leicht meistern. Hier drei Tipps:

  1. Stücke in flüssiges Ghee tunken, damit er durchtränkt ist und nicht nur (wie sonst) mit Ghee bestrichen. So kann man sich übrigens generell den Dung für die regelmäßigen Feuer vorbereiten: die Stücke in erwärmtes, flüssiges Ghee tauchen, abtropfen lassen und dann in einer Blechdose gestapelt aufbewahren.
  1. Aus 1 mach’ 2: Man teilt den Dung vorsichtig mit einem Messer. Ok, manche finden, dass das Zerschneiden von Kuhdung eine zu harte Methode ist, aber letztendlich behält alles, was mit Liebe ausgeführt wird, seine gute Energie.
  1. Man entzündet das Feuer mit Hilfe von Birkenstäbchen (gem.  Anleitung im Buch „Agnihotra“ von Horst und Birgitt Heigl). Tomasz bringt den Dung auf diese Weise zum Brennen und sagt, dass es super klappt.